Mental model
20 Karten quer durch alle Themen – jede mit Quelle. Tippe eine an, um sie im Feed zu öffnen.
- 20 Prozent deiner Arbeit bringen 80 Prozent des Ergebnisses.
Vilfredo Pareto bemerkte 1896, dass 20 Prozent der Italiener 80 Prozent des Landes besaßen. Das Muster taucht überall …
- Das Geld ist weg, egal ob du den Film zu Ende schaust.
Versunkene Kosten sind bezahlt und kommen nicht zurück: die 12 Euro Kinokarte, drei Jahre im falschen Studium. Rational …
- Dein Depot verändert sein Risiko von allein, ohne dass du etwas tust.
Angenommen, du hast dich für 60 % Aktien und 40 % Anleihen entschieden. Aktien steigen ein Jahr lang um 25 %, Anleihen …
- Die Erklärung mit den wenigsten Annahmen gewinnt meistens.
Wilhelm von Ockham formulierte im 14. Jahrhundert: Man soll nicht mehr Annahmen machen als nötig. Wenn dein Auto nicht …
- Die Karte ist nicht das Gebiet, und dein Modell nicht die Welt.
Alfred Korzybski formulierte 1931: Die Karte ist nicht das Gebiet. Jede Karte lässt Dinge weg, sonst wäre sie so groß …
- Ein 99 Prozent genauer Test, und trotzdem bist du wahrscheinlich gesund.
Eine Krankheit trifft 1 von 10.000. Der Test erkennt sie zu 99 Prozent und liefert bei Gesunden 1 Prozent Fehlalarme. …
- Ein ähnliches Wort ist eine Hypothese, keine Übersetzung.
Spanisch und Englisch teilen Tausende Kognaten: nación/nation, animal/animal, importante/important. Das beschleunigt …
- Formt deine Sprache dein Denken? Ja, aber leise.
Die starke Sapir-Whorf-These, Sprache bestimme, was du denken kannst, gilt als widerlegt. Die schwache Version ist gut …
- Frag nicht, wie du gewinnst. Frag, wie du sicher verlierst.
Inversion dreht das Problem um. Statt „Wie werde ich produktiv?“ fragst du „Wie zerstöre ich meinen Tag garantiert?“ …
- Gut genug schlägt perfekt, und macht dich zufriedener.
Herbert Simon prägte 1956 den Begriff Satisficing: Statt die beste Option zu suchen, legst du vorher eine Schwelle fest …
- Niemand hat dich ignoriert. Er hat deine Nachricht vergessen.
Hanlons Rasiermesser: Erkläre nichts mit Bosheit, was sich hinreichend durch Dummheit erklären lässt. Die …
- Odysseus ließ sich fesseln, weil er sich selbst nicht traute.
Um den Gesang der Sirenen zu hören, ohne zu ertrinken, ließ sich Odysseus an den Mast binden und befahl der Crew, ihn …
- Sechs Schieberegler, um Kulturen zu vergleichen.
Geert Hofstede wertete ab 1967 Befragungen von IBM-Mitarbeitern in 50 Ländern aus und fand Dimensionen, auf denen sich …
- Sobald eine Kennzahl zum Ziel wird, taugt sie nicht mehr.
Goodharts Gesetz: Wird ein Maß zur Zielvorgabe, hört es auf, ein gutes Maß zu sein. Belohnst du Programmierer pro Zeile …
- Stell dir vor, das Projekt ist gescheitert. Jetzt erklär, warum.
Gary Klein entwickelte das Pre-Mortem: Vor dem Start stellt sich das Team vor, ein Jahr sei vergangen und das Projekt …
- Und dann? Die Frage, die die meisten Entscheider nicht stellen.
Denken erster Ordnung sieht die direkte Folge: Ein Kopfgeld auf Ratten reduziert Ratten. Denken zweiter Ordnung fragt …
- Warum das millionste Stück fast nichts kostet und das erste ein Vermögen.
Eine Chipfabrik kostet mehrere Milliarden Euro, ob sie tausend oder eine Milliarde Chips produziert. Skaleneffekt: Die …
- Warum „ja“ in Japan manchmal „nein“ bedeutet.
Der Anthropologe Edward T. Hall unterschied 1976 Kulturen nach Kontextabhängigkeit. In Low-Context-Kulturen wie …
- „Eigentlich bedeutet das Wort …“ ist meistens ein Fehlschluss.
Der etymologische Fehlschluss: Wer meint, die Herkunft eines Wortes lege seine wahre Bedeutung fest, irrt. „Dezimieren“ …
- „Eine Sprache ist ein Dialekt mit Armee und Marine.“
Der Satz, 1945 vom Jiddisch-Forscher Max Weinreich verbreitet, bringt es auf den Punkt: Ob etwas Sprache oder Dialekt …