Gedaechtnis
17 Karten quer durch alle Themen – jede mit Quelle. Tippe eine an, um sie im Feed zu öffnen.
- Deine ersten Lebensjahre sind gelöscht, nicht nie gespeichert.
Die meisten Erwachsenen datieren ihre früheste Erinnerung auf drei bis vier Jahre; vor 3,5 Jahren bleibt fast nichts. …
- Die berühmten sieben Dinge im Kopf sind eher vier.
George Miller nannte 1956 die „magische Zahl sieben plus minus zwei“ als Kapazität des Arbeitsgedächtnisses. Nelson …
- Dieselbe Lernzeit, doppelt so viel behalten.
Verteilst du 60 Minuten Lernen auf mehrere Tage statt auf einen Abend, behältst du deutlich mehr. Hermann Ebbinghaus …
- Du erinnerst dich sicher an ein Wort, das nie fiel.
Hörst du „Bett, Ruhe, wach, müde, Traum“, nennen viele beim Abruf auch „Schlaf“ – obwohl es nie vorkam. Roediger und …
- Ein einziges Verb ändert, was Zeugen gesehen haben wollen.
Loftus und Palmer zeigten 1974 einen Unfallfilm. Gefragt, wie schnell die Autos „zusammenkrachten“, schätzten Zuschauer …
- Länger Schmerz ertragen und es trotzdem besser finden.
Kahneman ließ 1993 Teilnehmer die Hand 60 Sekunden in 14 Grad kaltes Wasser halten. Im zweiten Durchgang 60 Sekunden …
- Nach einem Tag ist der größte Teil weg, aber nicht alles.
Ebbinghaus lernte 1885 sinnlose Silben und prüfte, wie viel er noch wusste. Nach 20 Minuten waren rund 40 Prozent …
- Sich abfragen schlägt Nachlesen, auch wenn es sich schlechter anfühlt.
Roediger und Karpicke ließen 2006 Studierende einen Text entweder viermal lesen oder einmal lesen und dreimal aus dem …
- Taucher vergaßen unter Wasser, was sie am Strand gelernt hatten.
Godden und Baddeley ließen 1975 Taucher 36 Wörter lernen – am Strand oder unter Wasser – und später abrufen. Wer am …
- Warum deine Lieblingsmusik aus deiner Jugend stammt.
Bittet man ältere Menschen um Lebenserinnerungen, häufen sich diese auffällig zwischen etwa 10 und 30 Jahren. Der …
- Warum du Anfang und Ende einer Liste behältst, die Mitte nicht.
Lernst du eine Liste von 15 Wörtern, erinnerst du die ersten und letzten am besten. Die ersten hattest du Zeit zu …
- Wie Karteikarten-Apps entscheiden, wann du eine Karte wiedersiehst.
Jede Karte bekommt ein Intervall. Weißt du die Antwort, wächst es, etwa von 1 auf 3, 7, 16, 35 Tage. Weißt du sie …
- Wie dein Gehirn nachts entscheidet, was du behältst.
Im Tiefschlaf spielt der Hippocampus die Aktivitätsmuster des Tages im Zeitraffer erneut ab und überträgt sie …
- Wie du dich an Vorhaben erinnerst, statt an sie zu denken.
Sich an Zukünftiges zu erinnern gelingt viel besser, wenn ein äußeres Ereignis den Auslöser liefert, statt dass du …
- Wie du eine Liste in deiner Wohnung ablegst und wiederfindest.
Wähle einen Weg, den du blind gehen kannst: Tür, Flur, Küche, Sofa. Verwandle jeden Listenpunkt in ein möglichst …
- Wie ein Student seine Zahlenspanne von 7 auf 80 brachte.
Chunking heißt: Einzelteile zu bedeutungsvollen Einheiten bündeln. Der Läufer SF übte bei Anders Ericsson über zwei …
- Wo warst du damals? Deine Antwort verändert sich, dein Vertrauen nicht.
Talarico und Rubin befragten ab dem 12. September 2001 Studierende wiederholt zu ihrer Erinnerung an die Anschläge. Die …