Nein, altes Fensterglas ist nicht nach unten geflossen.
Ein beliebter Mythos: Glas sei eine zähe Flüssigkeit, deshalb seien alte Kirchenfenster unten dicker. Tatsächlich ist Glas ein amorpher Feststoff. Bei Raumtemperatur würde sichtbares Fließen länger dauern als das Alter des Universums. Die ungleiche Dicke stammt aus der Herstellung: Mittelalterliches Kronglas wurde als Scheibe geschleudert und war nie gleichmäßig dick.
Nützlich: Handwerker setzten die dicke Kante meist unten ein, manchmal aber auch oben, was den Mythos endgültig widerlegt.
Quelle: en.wikipedia.org