Etwas auf dem Kerbholz haben: ein mittelalterlicher Schuldschein.
Vor dem Papierzeitalter ritzte man Schulden als Kerben in einen Holzstab und spaltete ihn dann längs: Gläubiger und Schuldner behielten je eine Hälfte, die nur zusammen passten. Wer viele Kerben hatte, „hatte etwas auf dem Kerbholz“. Das englische Schatzamt nutzte solche Hölzer bis 1826; beim Verbrennen der Restbestände 1834 brannte das Parlament in London ab.
Nützlich: Fälschungssichere Buchhaltung brauchte keine Kryptografie, nur ein Stück Holz.
Quelle: en.wikipedia.org