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Früher diagnostiziert heißt nicht länger gelebt.

Wird eine Krankheit sonst mit 60 erkannt und jemand stirbt mit 65, steht in der Statistik eine Überlebenszeit von fünf Jahren. Entdeckt eine Früherkennung dieselbe Krankheit mit 55 und der Tod tritt weiter mit 65 ein, sind es plötzlich zehn Jahre. Gewonnen wurde nichts – nur der Startpunkt der Messung verschob sich.

Nützlich: Bei Früherkennung sagt die Sterblichkeit mehr aus als die Überlebenszeit.

Quelle: en.wikipedia.org

DenkwerkzeugStatistik

Schwierigkeit:

Frage zur Karte

Was beschreibt der Lead-Time-Bias?

  1. Dass Früherkennung immer schadet
  2. Dass frühere Diagnose die Überlebenszeit verlängert, ohne das Leben zu verlängern
  3. Dass Ärzte Diagnosen zu spät stellen
  4. Dass Kontrollgruppen fehlen
Antwort anzeigen

Richtig: Dass frühere Diagnose die Überlebenszeit verlängert, ohne das Leben zu verlängern

Nur der Startpunkt der Zeitmessung verschiebt sich; der Todeszeitpunkt bleibt gleich.

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Diese Karte gehört zum Thema Körper & Gesundheit. Alle Karten sind kurz, haben eine Quelle und lassen sich merken – fällige tauchen später von selbst wieder auf.